Aus der Jahreshauptversammlung 2024

Von gestiegenen Dienststunden bei gleichzeitig gesunkenen Einsatzzahlen berichtete Wasserwacht-Vorsitzender Martin Wiedenmannott bei der kürzlich abgehaltenen Jahreshauptversammlung der Wasserwacht Töging-Winhöring im mit 70 Mitgliedern bis auf den letzten Platz gefüllten Müllerbräu-Saal.
Vorsitzender Wiedenmannott und Technischer Leiter Michael Gerreser präsentierten scheinbar paradox klingende Zahlen und Daten. So beliefen sich die Stunden, die von der 291 Mitglieder starken Ortsgruppe im Jahr 2023 erbracht wurden, auf stolze 14.165, verteilt auf Wachdienste, Einsätze, Aus- und Fortbildungen, Sanitätsdienste, Mittelbeschaffung und den Naturschutz. Dies entspricht einer Steigerung von 1.462 im Vergleich zum Vorjahr. Die Erklärung liegt dabei im stark gestiegenen Engagement beim Wachdienst im Töginger Freibad Hubmühle und einem Plus im Bereich Ausbildung. Hier schlug vor allem das sechstägige Ausbildungs-Zeltlager zu Buche ebenso wie wöchentliche Übungsabende, Schwimmtrainings und Gruppenstunden der Jugendgruppe.
Gleichzeitig war es besonders für die Schnelleinsatzgruppe, die durch die Rettungsleitstelle bei Notfällen am und im Wasser alarmiert wird, ein ruhiges Jahr. Die Einsätze sanken von 27 im Jahr 2022 auf 15 im Berichtszeitraum. Das Haupteinsatzgebiet war wie jedes Jahr der Innkanal im Bereich Töging-Mühldorf. Aber auch so ungewöhnliche Einsatzorte wie die Vils in Vilsbiburg, die Rott in Neumarkt St. Veit oder ein Weiher in Obertaufkirchen waren die Einsatzorte der Wasserretter der mobilen Einsatzgruppe.
Ein besonderes Lob sprach der Technische Leiter den Aktiven für ihre Fortbildungsbereitschaft aus. Teilnahmen an insgesamt 84 Aus- und Fortbildungen wurden absolviert. So kann sich die Ortsgruppe unter anderem über eine neue Wasserretterin, eine Rettungssanitäterin, drei neue Ausbilderinnen und zehn ausgebildete Drohnenpiloten freuen.
Martin Wiedenmannott stellte als Highlight des Jahres 2023 den Baubeginn des Erweiterungsbaus am Wasserrettungszentrum heraus und bedankte sich ausdrücklich bei den anwesenden Stadträten der Stadt Töging.
Einen Überblick über die soliden Finanzen der Ortsgruppe gab Kassierin Petra Wiedenmannott. Sie unterstrich, dass die Einnahmen zum großen Teil dem Engagement der Aktiven zu verdanken sind, die sich bei der Christbaumsammlung, den Schwimmkursen oder dem Stadtfest immer einsatzbereit zeigen. Die Wasserwachtler leisten ehrenamtlich Dienst am Nächsten und müssen dafür auch noch selbst finanziell Einnahmen generieren, um die notwendige Ausrüstung beschaffen zu können.
Im Anschluss berichtete Jugendleiterin Anita Wendt-Wallner über das vielfältige Programm der jungen Wasserwachtler. Diese treffen sich das ganze Jahr über regelmäßig zu Gruppenstunden und Schwimmtrainings und weiteren Veranstaltungen. Höhepunkte waren das Ausbildungslager an der Talsperre Kriebstein bei Chemnitz sowie das erstmal veranstaltete 24-Stunden-Jugend-SEG-Lager. Während der 24-Stunden-Übung durften die älteren Jugendlichen einige Einsätze bei Tag und Nacht wie die großen Wasserretter abarbeiten. Das Lager verlief so erfolgreich, dass es im Jahr 2024 eine Wiederholung geben wird. Insgesamt 48 Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren sind bei der Wasserwacht Töging-Winhöring aktiv, zehn mehr als im Jahr zuvor.
Auch einige hochkarätige Ehrungen konnten während der Versammlung verliehen werden. Petra Wiedenmannott, die seit 27 Jahren die Kasse der Ortsgruppe verantwortet, wurde mit der Wasserwacht-Medaille in Gold ausgezeichnet. Kurt Ebner, der über viele Jahrzehnte zahlreiche Positionen in der Leitung der Ortsgruppe und als Einsatzkraft innehatte, wurde für seine außergewöhnlichen Verdienste mit der goldenen Ehrennadel des Bayerischen Roten Kreuzes ausgezeichnet.
Für 50 Dienstjahre wurde Günther Sixt ausgezeichnet, für ganze 60 Jahre im Dienst der Wasserwacht Erika Kurzweil.
Bevor die Jahreshauptversammlung traditionell mit den „Bildern des Jahres 2023“, wie immer erstellt durch Petra Wiedenmannott, abgeschlossen wurde, sprachen noch der 3. Bürgermeister der Stadt Töging, Werner Noske, der Leiter der Kreiswasserwacht Helmut Huber sowie Bastian Höcketstaller für den BRK-Kreisverband Altötting ihre Dankesworte an die Mitglieder für die dargestellten Leistungen aus.

Den Bericht des Vorsitzenden und des Technischen Leiters können Sie hier nachlesen:

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